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Olympische Bewegung


Seit über zehn Jahren ist das WGI an der Erforschung der Olympischen Bewegung beteiligt. Dazu zählen Studien zur Geschichte der Olympischen Bewegung ebenso wie kulturelle Ausstellungsprojekte zur Geschichte der Olympischen Spiele.

Im Folgenden erfahren Sie Näheres zu den wichtigsten Projekten des Instituts.

Eine Publikationsliste können Sie hier downloaden.

 

Anfänge der Olympischen Bewegung in Deutschland und Europa


Das Forschungsinteresse des WGI an der Olympischen Bewegung ergab sich unmittelbar aus der Person des Namensgebers für das Institut: Dr. Willibald Gebhardt, Pionier der Olympischen Bewegung und Gründer der Olympischen Bewegung in Deutschland. In den Jahren 1994 und 1999 wurden gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Institut (DOI) zwei Willibald Gebhardt-Symposien organisiert. Das eine Symposium thematisierte Gebhardts Biografie und seine Rezeption in der Sportwissenschaft, das andere war seinen internationalen Kontakten und Weggefährten in anderen europäischen Ländern gewidmet. Zu beiden Symposien sind Sammelbände in der Schriftenreihe des WGI erschienen: Band 3 und Band 7.

Außerdem beteiligte sich das WGI mit zwei Studien an dem von Prof. Dr. Manfred Lämmer, Deutsche Sporthochschule Köln, geleiteten Projekt einer „Zwischenbilanz“ der Olympischen Bewegung in Deutschland.

 
Literatur

Naul, R. & Lämmer, M. (Hrsg.) (1999). Willibald Gebhardt – Pionier der Olympischen Bewegung. Aachen: Meyer & Meyer.

Naul, R. & Lämmer, M. (Hrsg.) (2002). Die Männer um Willibald Gebhardt: Die Anfänge der Olympischen Bewegung in Europa. Aachen: Meyer & Meyer.

Naul, R. (1999). Nationales Olympia und deutsche Kampfspiele. In Nationales Olympisches Komitee für Deutschland (Hrsg.). Deutschland in der Olympischen Bewegung. Eine Zwischenbilanz. Frankfurt/M.: NOK für Deutschland, S. 25-35.

Naul, R. (1999). Willibald Gebhardt – der „deutsche Coubertin“. In Nationales Olympisches Komitee für Deutschland (Hrsg.). Deutschland in der Olympischen Bewegung. Eine Zwischenbilanz. Frankfurt/M.: NOK für Deutschland, S. 37-39.


Olympia-Ausstellungen

Zur Unterstützung der nationalen Bewerbung von Düsseldorf Rhein-Ruhr 2012 konzipierte und realisierte die Sparkasse Essen in Zusammenarbeit mit dem WGI eine Ausstellung, die vom 11. März bis zum 12. April 2003 in der Zentrale der Sparkasse gezeigt wurde: So bunt wie die Welt – die Olympischen Spiele 1896-2012. Text- und Fototafeln informierten über die Gründung des Internationalen Olympischen Komitees und über die bisher ausgetragenen Sommerspiele, boten einen Ausblick auf die Spiele in Athen 2004 und Peking 2008 und zeigten die geplanten Spiele in Düsseldorf Rhein-Ruhr 2012. Außerdem wurden zahlreiche olympische Exponate präsentiert: Originalplakate aus der Sammlung „The Olymperials – Olympic Posters Collection“ in Annecy, alle Teilnehmermedaillen aus der Sport- und Olympiasammlung Frenzen, Velbert, aus der auch bis auf zwei Ausnahmen, die aus den USA bzw. Finnland eingeflogen wurden, alle Fackeln stammten, alle Maskottchen vom Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln sowie weitere olympische Memorabilia. Siegermedaillen von Essener Olympioniken und Exponate, die die besondere Verbindung des Unternehmens Krupp und von Berthold Beitz zur Olympischen Bewegung dokumentierten, sorgten für eine lokale Identifikation. Im März 2004 war die Ausstellung in etwas abgeänderter Form in der Stadtsparkasse München zu sehen.

Olympische Fackeln in der Ausstellung der Sparkasse Essen



Die Olympia-Ausstellung in der Sparkasse Esse


Für den Olympia-Aktionstag am 2. April 2003 realisierte das WGI im Auftrag der Düsseldorf Rhein-Ruhr 2012 GmbH eine Ausstellung mit 18 Plakaten (DIN A 1), die in einer Auflage von 2.000 Exemplaren gedruckt wurde: Unsere Spiele so bunt wie die Welt – eine Ausstellung rund um Olympische Spiele und Olympische Erziehung. Die Posterserien wurden für den Aktionstag u. a. an Schulen und Vereine in ganz NRW versendet. Die Poster thematisieren die Olympische Geschichte, die Bewerbung von Düsseldorf Rhein-Ruhr 2012 und die Olympische Erziehung aus verschiedenen Perspektiven. Restexemplare der Posterserien können über das WGI bezogen werden.  

Blick auf die Ausstellung in Recklinghausen


Die Olympia-Ausstellung in der Sparkasse München





Sport- und Olympiasammlung Frenzen, Velbert


Im Jahre 2002 wurden die Exponate der privaten Sport- und Olympiasammlung des Velberter Unternehmers Karl-Heinz Frenzen verzeichnet und in Zusammenarbeit mit Markus Sorek, einem Mitarbeiter des Essener Ruhrland­museums, sachgerecht eingelagert. Im Oktober und November 2003 erfolgte dann noch einmal eine ergänzende Verzeichnung und Einlagerung von weiteren Exponaten. Die insgesamt mehr als 2.300 Exponate wurden in eine Datenbank auf­genommen, die vielfältige Suchläufe zulässt, so dass man sich schnell einen genauen Überblick über die Sammlung verschaffen kann. Außerdem wurde Anfang 2003 ein Findbuch erstellt, das Anfang 2004 in einer zweiten, erweiterterten Auflage erschien. Das Findbuch enthält Fotoseiten, die einen visuellen Eindruck von den Exponaten der Sammlung ermöglichen. Mit der Verzeichnung sollte die Voraussetzung für eine Dauer­ausstellung der Highlights aus der Sport- und Olympiasammlung Frenzen geschaffen werden. Außerdem bot sie die Möglichkeit, olympische Exponate der Sammlung – zweifelsohne der wertvollste Bereich der Sport- und Olympiasammlung – für zwei Ausstellungs­projekte des WGI zu nutzen.

Literatur

Wick, U. (2004). Findbuch der Sport- und Olympiasammlung Karl-Heinz Frenzen, Velbert. (2., erw. Aufl.) Essen: Willibald Gebhardt Institut.