Sprache wählen

Gesunde Kinder in gesunden Kommunen

gkgk:  Ziele, Aufgaben und Partner

Ziele

Die Zahl 3, meine sehr geehrten Damen und Herren, hat heute eine besondere Symbolkraft für uns. Es ist nicht nur der 3.3. und die Zahl 3 zum Quadrat ergibt zusammen nicht nur unser heutiges Datum 3.3.09. Es ist auf den Tag fast genau auch drei Jahre her, dass wir uns zum ersten Mal unter dem Motto „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ nur wenige Kilometer von hier entfernt in Papendal, im Zentrum des niederländischen Sportverbandes und des NOC, in einem kleinen Kreis mit einigen deutschen und niederländischen Partnern getroffen haben, um über den Aufbau einer nachhaltigen Gesundheitsförderung von Kindern in unseren Kommunen zu sprechen, und zwar in einem gemeinsamen kommunalen und grenzüberschreitend anzustrebenden  Verbund.

Der heutige Tag hat also eine doppelte Bedeutung:  einerseits ist es der Beginn einer neuen Zusammenarbeit von fast 20 Partnern aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen, die in einem euregionalen und interkommunalen Netzwerk zur Förderung eines aktiven Lebensstils von Kindern und Jugendlichen demnächst enger zusammenarbeiten möchten;  andererseits ist es das Zwischenergebnis eines langjährigen Dialogs zwischen einigen Partner, ohne deren Engagement und Förderung an vielen Stellen und Orten wir hier und heute gar nicht zusammen sein würden.

Deshalb möchte ich mich zunächst bei diesen Partnern für ihren Einsatz und ihre Unterstützung in den letzten drei  Jahren bedanken, insbesondere bei der Geschäftsführung der Euregio Rhein-Waal, bei den Vertretern der Provinzen und Ministerien aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen, bei den Partnern aus dem Sport, der Geldersen Sportfederatie und des Sport Service Noord Braband, dem Landessportbund NRW und der Europäischen Akademie des Sports. Mein Dank gilt auch den Förderern, wie z.B. dem BKK-Landesverband NRW und der Unfallkasse NRW, die uns auf diesen Weg bis zum heutigen Tag mit Zuspruch und wohlmeinender Unterstützung begleitet haben und im Rahmen des heute zu gründenden Verbundsystems aller Partner mitwirken werden.  Nicht vergessen möchte ich auch jene Kommunen und ihre Vertreter, die hier heute anwesend sind, die mit ihrer Offenheit, ihrer politischen und finanziellen Unterstützung den ersten Bewährungsspielraum für das GKGK-Projekt im Verbund Schule, Sportverein und Kommune uns ermöglicht haben, wie z.B. im Rahmen der Pilotstudie in der Kommune Velen. Herzlichen Dank Ihnen allen, für die Aufbauarbeit, das Vertrauen und den nötigen Langmut, um zu dem Ziel zu kommen, das wir gemeinsam vor Augen haben.
Last but not least darf ich hier die EU-Kommission EAC mit der Sport Unit nicht vergessen, denn es war eine neu eingerichtete EU working group „Sport and Health“ , die dem GKGK-Konzept bereits früh ihre Aufmerksamkeit schenkte und als Perspektive für local communities  in der EU empfahl.

 

 

Partner

Damit habe ich schon angedeutet, worum es heute geht. In den zurückliegenden Monaten haben wir zusammen mit Partnern vor Ort in einigen Kommunen bereits lokale Netzwerke zwischen den mitwirkenden Schulen, Eltern und Lehrern, Sportvereinen, ihren Übungsleitern und anderen Funktionsträgern, sowie zwischen den zuständigen Amtsbereichen für Schule und  Jugendhilfe, Gesundheit und Sport auf- und ausgebaut. Einige sog. front offices oder Runde Tische sind in den Kommunen schon gegründet worden. In diesen Verbundsystemen arbeiten die lokalen Partner zusammen, unterstützt und koordiniert von einem Kommunalmoderator. Alle Maßnahmen dieser lokalen Partner zielen darauf ab, einen „aktiven Lebensstil“ mit gemeinsamen, vernetzten Maßnahmen zur Förderung gesunder Kinder in einer gesunden Kommune, also zwischen Elternhaus und Schule, Sportvereinen und den verschiedenen Kommunalämter auszubauen.
Heute geht es  darum, alles das regional und grenzüberschreitend in einem Netzwerk zusammenzufassen und es im Rahmen eines  gemeinsamen Verbundsystems aller Partner als sog. „back office“, als eine Art Steuerungsgruppe, zusammen zu schließen. Das back office wird Impulse für den weiteren Verlauf des GKGK-Projektes in den nächsten Jahren geben, die gemeinsam besprochen, gefördert und umgesetzt werden sollen. Dafür  werden später die Partner und Kommunen eine gemeinsame Erklärung unterzeichnen.

 

Aufgaben

Worum geht es in dieser Erklärung? Im Prinzip geht es um die Förderung von vier sich gegenseitig ergänzenden Maßnahmen, um einen aktiven Lebensstil von Kindern und Jugendlichen in ihren verschiedenen sozialen Lebensräumen zu verbessern und möglichst integrativ, vernetzt mit mehr Bewegung, gesunder Ernährung und  aktiver Freizeit, nachhaltig zu fördern.  Wir haben dafür, wie Sie aus der Abbildung hinter mir sehen können, vier Säulen gewählt. Diese vier Säulen mit den Stichworten „Bewegung“, „Ernährung“, „Gesundheit“ und „Umwelt“ bilden eine gemeinsame Plattform für das lokale Netzwerk in der Kommune. Zugleich umfassen diese Stichworte jene Fördermaßnahmen, die den Handlungskatalog für das gemeinsame Verbundsystem, also die Agenda für das back office, bestimmen, das wir hier in der Euregio heute in Kleve gründen.
Ein Teil dieser Maßnahmen ist nicht ganz neu und wird  von verschiedenen Partnern im Rahmen ihrer eigenen Handlungsprogramme bereits sektoral verfolgt. Dennoch gibt es Gründe und Motive, warum gerade diese Netzwerkidee auf lokaler und euregionaler Ebene im Zuge unserer heutigen Erklärung auf- und ausgebaut werden soll. Frau Tjienta van Pelt, meine Kollegin aus der Gelderse Sportfederatie, und Frau Bärbel Dittrich, Vizepräsidentin des LandesSportbundes NRW, werden darlegen, warum und weshalb die Partner aus den Niederlanden und aus Nordrhein-Westfalen sich für das GKGK-Konzept engagieren und es weiter fördern möchten. 

Weiter Informationen über das Projekt finden Sie auf der projekt-eigenen Homepage www.gk-gk.de.