Maike Tietjens, Präsidentin

Im Frühjahr 2017 habe ich das Amt als Präsidentin des WGI mit einem fast komplett neuen Team übernommen. Ich bin dabei in große Fußstapfen getreten und möchte mich an dieser Stelle für das Engagement meiner Vorgänger/innen Prof. Werner Schmidt, Prof. Dr. Jessica Süßenbach, Fritz Kaschub und Sen. Prof. Roland Naul nochmals herzlich bedanken. Das WGI steht finanziell gut da und ist national und international sehr gut vernetzt, so dass meine Aufgabe darin besteht, die sehr gute Arbeit fortzusetzen, das WGI nach Münster zu überführen und das WGI weiter zu professionalisieren.

Neben den notwendigen Maßnahmen, die verschiedenen Konten von Essen nach Münster zu überführen und sie zu verschlanken, gab es zwei wichtige Ziele im letzten Jahr. Zum einen ist das WGI in Verhandlungen mit der Westfälischen Wilhelms-Universität getreten, um den Status eines An-Instituts zu erlangen. Aus Sicht des WGI’s wird die ohnehin schon sehr gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen dadurch zusätzlich gefestigt und beide Partner profitieren durch die gegenseitige Sichtbarkeit davon. Zum anderen hat das WGI Verhandlungen mit der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) aufgenommen, um eine gemeinsame Geschäftsstelle einzurichten.

Die asp wurde 1969 in Münster gegründet ist als eingetragener Verein nach deutschem Vereinsrecht anerkannt. Ziel der asp ist u. a.  die Förderung und Weiterentwicklung der Sportpsychologie in Forschung, Lehre und in den Anwendungsfeldern des Leistungs-, Breiten- und Gesundheitssports. Wir möchten mit der asp an den Schnittstellen der gemeinsamen Forschungsthemen sowie deren Anwendung und Transfer zusammenarbeiten mit dem Ziel, Synergieeffekte in der Administration zu erreichen. Das Präsidium hat in sechs Präsidiumssitzungen über die strukturelle Neuordnung diskutiert, mehrere Treffen mit den Kooperationspartnern durchgeführt und sich anwaltlich beraten lassen.

Schließlich konnte das An-Institut im Januar gegründet werden. Der Kooperationsvertrag zwischen asp und WGI wurde Anfang Februar während einer gemeinsamen Sitzung der beiden Präsidien asp und WGI feierlich unterzeichnet. Die Einrichtung der gemeinsamen Geschäftsstelle am Standort Münster für eine Pilotphase von zwei Jahren steht kurz bevor. Zukünftig wird die Geschäftsführung mit einem Umfang von 6 -7 Stunden die Woche das Präsidium unterstützen und sich neben dem Tagesgeschäft auch um die regionale und überregionale Vernetzung kümmern.

Frau Prof. Zentgraf ist im Sommer 2017 aus beruflichen Gründen, da sie einen Ruf nach Frankfurt angenommen, zurückgetreten, zu dem wir ihr herzlich gratulieren. Dieser Umstand hat dazu geführt, dass das Ressort ausschließlich kommissarisch besetzt war. Prof. Heiko Wagner (WWU Münster) hat das ganze Jahr über diese Aufgabe als Gast übernommen. Ebenso musste Herr Fritz Kaschub aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen, kommissarisch ist für ihn Uwe Wick eingesprungen. Herr Martin Gesigora (Steuerberater Münster) hat zusätzlich als Gast an den Sitzungen teilgenommen um das Präsidium zu beraten.  Auch ihnen möchte ich meinen Dank für das Engagement und die Übernahme dieser Aufgaben aussprechen.

Der wissenschaftliche Beirat als auch die Beisitzenden wurden mittlerweile ernannt und ich bedanke mich im Namen des Präsidiums für ihre Bereitschaft, mit uns das WGI zu gestalten und freue mich auf die Zusammenarbeit. Unser Ziel ist es, überregionale und regionale Projekte, wie sie in den Tätigkeitsberichten der Vizepräsidenten zu finden sind, weiter auszubauen. Wir freuen uns in diesem Zusammenhang, dass wir das Sportpatenprojekt, unter der Leitung von Dr. Marie Ghanbari an das WGI binden konnten. Ziel des Sportpatenprojekts ist es, Kinder mit ungünstigen Entwicklungschancen durch den Sportpaten mit Hilfe sportlicher Aktivitäten in ihren motorischen, sozialen, emotionalen, kognitiven und körperlichen Fähigkeiten zu fördern und zu stärken, um allen Kindern die gleiche Chance in der Entwicklung (Chancengleichheit: Art. 26 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) zu geben.

Ebenso möchten wir die gemeinsame Projektarbeit mit unseren bestehenden Mitgliedern weiter ausbauen, hierzu finden sie mehr in den Tätigkeitsberichten der Vizepräsidenten. Die Zusammenarbeit mit Verbänden, Vereinen, Kommunen, Universitäten und Schulen gelingt ressortübergreifend und ressortspezifisch aus verschiedenen Blickwinkeln und mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Diese soll im nächsten Jahr fortgesetzt und ausgebaut werden.

Weitere Informationen zu Prof. Dr. Maike Tietjens finden Sie hier.