LSB NRW / Andrea Bowinkelmann
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Leistungssport

Ein gutes Verständnis der menschlichen Bewegung und des menschlichen Verhaltens ist wichtig, um diagnostische Methoden und therapeutische Interventionen für ein unabhängiges und schmerzfreies Leben zu entwickeln. Deswegen fördert das WGI die Untersuchung der Interaktion zwischen mechanischen Eigenschaften des Muskel-Skelett-Systems und Aktivierungsmustern der Haltungs- und Bewegungskontrolle.

Dazu gehört zum Beispiel die Untersuchung der physiologischen und patho-physiologischen Entwicklung des menschlichen Bewegungsverhaltens. Hier ist vor allem das komplexe Zusammenspiel zwischen der Biomechanik und der motorischen Kontrolle von Bewegung interessant. Hierzu sind Studien zur Beeinträchtigung aufgrund von muskuloskelettalen Schmerzen, neurodegenerativen Krankheiten oder kognitiven bzw. psychologischen Zuständen sehr aufschlussreich. Außerdem wird bei Kindern mit und ohne kognitive oder motorische Einschränkungen die Entwicklung grundlegender motorischer Fertigkeiten untersucht, z.B. bei Down-Syndrom, bei Kindern mit psychischer Behinderung oder motorischen Auffälligkeiten bis hin zu Störungen des Körperbildes bei Anorexia Nervosa.

Um diese Forschungsfragen zu beantworten, bietet das OpenLab am Institut für Sportwissenschaft zahlreiche Möglichkeiten zur Erforschung dieser Fragestellungen. Mittels eines Bewegungsanalysesystems können Bewegungsabläufe genau aufgezeichnet und dabei Hirnaktivität, Blickbewegungen und Muskelaktivität gemessen werden. Hier können sowohl Einzelbewegungen als auch die Bewegungen ganzer Sportmannschaften unter realistischen Bedingungen analysiert werden.

Durch diese interdisziplinäre Zusammenarbeit des WGI und des Instituts für Sportwissenschaft ergeben sich herausragende Möglichkeiten zur Diagnose der konditionellen und koordinativen Leistungsfähigkeit einzelner Sportler/-innen und ganzer Sportteams. Diese Leistungsdiagnostik wurde bei Spitzensportler/-innen der Sportarten Volleyball, Handball und Leichtathletik am Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster etabliert. Zukünftig soll darauf aufbauend die Förderung des Leistungssports für Münster, NRW und dem Bund weiter institutionalisiert werden.

KONTAKT

Prof. Dr. Heiko Wagner
WGI-Projektpartner


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